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RISPERIDON
 

Wirkstoff: Risperidon

Markenname/n: Risperdal

Wirkstoffklasse: atypisches Antipsychotikum

Angestrebte Wirkungen:
Kontrolliert produktive psychotische Erscheinungen (sogenannte Positivsymptome) und manische Psychosen. Soll Negativsymptome der Schizophrenie verhindern.

Bedeutsamste unerwünschte Wirkung: Benommenheit, Schläfrigkeit, Reaktionsvermögen! Schlafstörungen. Dosisabhängig Risiko für extrapyramidale Nebenwirkungen und Spätdyskinesien.

Sexualität, Fruchtbarkeit, Verhütung: Dosisabhängig kann die Prolaktinerhöhung zu Amenorrhoe führen. Siehe auch www.Frauen-und-Psychiatrie.de

Schwangerschaft, Stillzeit: Noch zu geringe Erfahrungen. Bei ungeplanter Schwangerschaft vorgeburtliche Entwicklung überwachen. Stillen unter Monotherapie bei guter Beobachtung des Säuglings akzeptabel. Siehe auch www.Frauen-und-Psychiatrie.de

Übliche Dosierung: 2 bis 6 mg täglich. Mit höheren Tagesdosen keine bessere Wirkung, aber höheres Nebenwirkungsrisiko.

Wechselwirkungen: möglich, auch mit rezeptfreien Medikamenten. Apotheker fragen!

Regelmäßig überwachen: bei sonst Gesunden keine besondere Erfordernis.

Abhängigkeitsrisiko: nein.

Absetzen: Schrittweise ausschleichen. Bei guter Wirkung und Verträglichkeit ist eine möglichst niedrige Dauermedikation oft sinnvoll, um das Wohlbefinden auf Dauer sicherzustellen.

Wichtig: Erhältlich auch als Lösung zur feineren Dosierung und als Schmelztablette zur einfacheren Einnahme. Weitere Anwendungsform: Depotinjektion alle zwei Wochen. Der Nutzen dieses atypischen Antipsychotikums zeigt sich nur im niedrigen und mittleren Dosisbereich. Dieser ist individuell unterschiedlich. Beim Auftreten von „typischen“ Nebenwirkungen (extrapyramidale Nebenwirkungen, Amenorrhoe) sollte die Dosis reduziert oder das Medikament gewechselt werden.




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