Wirkstoff: Quetiapin
Markenname/n: Seroquel
Wirkstoffklasse: atypisches Antipsychotikum
Angestrebte Wirkungen: Kontrolliert produktive psychotische Erscheinungen (sogenannte Positivsymptome) und manische Psychosen. Soll Negativsymptome der Schizophrenie verhindern. In niedriger Dosierung wirksam als Mood-Stabilizer bei bipolarer Erkrankung.
Bedeutsamste unerwünschte Wirkung: zu Behandlungsbeginn Mattigkeit, Schläfrigkeit, Kreislaufschwäche. Reaktionsvermögen! Gewichtszunahme zu Behandlungsbeginn.
Sexualität, Fruchtbarkeit, Verhütung: Nur geringe Prolaktinerhöhung, daher keine Auswirkungen zu erwarten. Siehe auch www.Frauen-und-Psychiatrie.de
Schwangerschaft, Stillzeit: Noch zu geringe Erfahrungen. Bei ungeplanter Schwangerschaft vorgeburtliche Entwicklung überwachen. Stillen unter Monotherapie bei guter Beobachtung des Säuglings akzeptabel. Siehe auch www.Frauen-und-Psychiatrie.de
Übliche Dosierung: tageweise steigern von 50 mg auf 200 bis 800 mg täglich.
Wechselwirkungen: Möglich. Apotheker fragen! Grapefruitsaft meiden, verringert die Wirkung.
Regelmäßig überwachen: bei familiärem Risiko für Stoffwechselkrankheiten Blutzucker und Blutfette.
Abhängigkeitsrisiko: nein.
Absetzen: Schrittweise ausschleichen. Bei guter Wirkung und Verträglichkeit ist eine Dauermedikation oft sinnvoll, um das Wohlbefinden auf Dauer sicherzustellen.
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