Wirkstoff: Perphenazin
Markenname/n: Decentan
Wirkstoffklasse: hochpotentes trizyklisches Antipsychotikum
Angestrebte Wirkung: starke antipsychotische Wirkung bei schizophrenen und maniformen Symptomen.
Bedeutsamste unerwünschte Wirkung/en: ausgeprägte extrapyramidale Nebenwirkungen. Reaktionsvermögen herabgesetzt! Bei Langzeitanwendung Risiko einer Depression.
Sexualität, Fruchtbarkeit, Verhütung: Erhöht den Prolaktinspiegel. Sexuelle Störungen, verminderte Fruchtbarkeit, Amenorrhoe, Milchfluss.
Schwangerschaft, Stillzeit: Vermeidung einer Schwangerschaft wird empfohlen. Bei ungeplanter Schwangerschaft Überwachung der vorgeburtlichen Entwicklung. Neugeborenes auf extrapyramidale Symptome beobachten! Stillen bei Monotherapie akzeptabel.
Übliche Dosierung: 4 bis 12 mg täglich. Unter ärztlicher Überwachung (Klinik) auch höhere Dosen.
Wechselwirkungen: Coffein schwächt die Wirkung ab. Wechselwirkungen mit einigen Psychopharmaka und weiteren Wirkstoffgruppen. Apotheker fragen!
Regelmäßig überwachen: Blutbild, EEG, EKG, Leberfunktion.
Abhängigkeitsrisiko: nein.
Absetzen: abrupte Dosisänderungen vermeiden, schrittweise reduzieren.
Wichtig: Auch als Depotinjektion (alle 2 Wochen) anwendbar. Erfordert bei den meisten Patienten auch in niedriger Dosierung eine anticholinerge Zusatzmedikation (Biperiden, Markenname: Akineton). Diese beeinträchtigt bei Langzeitanwendung die kognitive Leistungsfähigkeit.
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