Wirkstoff: Perazin
Markenname/n: Taxilan
Wirkstoffklasse: mittelpotentes trizyklisches Antipsychotikum Angestrebte Wirkung: antipsychotisch.
Bedeutsamste unerwünschte Wirkung/en: Reaktionsvermögen herabgesetzt! Tagesmüdigkeit. Vegetative (= anticholinerge) Nebenwirkungen, wie Mundtrockenheit, Verstopfung. Extrapyramidale Nebenwirkungen, dosisabhängig und je nach individueller Empfindlichkeit.
Sexualität, Fruchtbarkeit, Verhütung: Erhöht den Prolaktinspiegel. Sexuelle Störungen, Amenorrhoe und Milchfluss sind möglich.
Schwangerschaft, Stillzeit: Vermeidung einer Schwangerschaft wird empfohlen. Bei ungeplanter Schwangerschaft Überwachung der vorgeburtlichen Entwicklung. Zur Sicherheit des Stillens liegen keine Erfahrungen vor. Nutzen gegen Risiko abwägen. Baby auf Medikamentenwirkungen beobachten.
Übliche Dosierung: einschleichend 8 bis 25, max. bis 75 mg. Hauptdosis abends. Höchstdosis ambulant 150 mg täglich.
Wechselwirkungen: Coffein schwächt die Wirkung ab. Wechselwirkungen mit einigen Psychopharmaka und weiteren Wirkstoffgruppen. Apotheker fragen!
Regelmäßig überwachen: Blutbild, EEG, EKG, Leberfunktion.
Abhängigkeitsrisiko: nein.
Absetzen: Abrupte Dosisänderungen vermeiden, schrittweise reduzieren.
Wichtig: Unter den antipsychotischen Wirkstoffen der ersten Generation hat Perazin ein günstiges Verhältnis von sicherer antipsychotischer Wirkung zu geringen extrapyramidalen Nebenwirkungen. Individuelle Verträglichkeit ist ausschlaggebend.
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