Wirkstoff: Haloperidol
Markenname/n: Haldol
Wirkstoffklasse: hochpotentes Antipsychotikum, chemisch ein Butyrophenon
Angestrebte Wirkung: starke antipsychotische Wirkung bei schizophrenen und maniformen Symptomen, bei körperlich begründbaren Psychosen und Delir. Anwendung auch bei neurologischen Krankheitsbildern (Tic-Störungen) und bei Erbrechen.
Bedeutsamste unerwünschte Wirkung/en: Ausgeprägte extrapyramidale Nebenwirkungen. Reaktionsvermögen herabgesetzt! Bei Langzeitanwendung Risiko einer Depression.
Sexualität, Fruchtbarkeit, Verhütung: Erhöht den Prolaktinspiegel. Sexuelle Störungen, verminderte Fruchtbarkeit, Amenorrhoe, Milchfluss.
Schwangerschaft, Stillzeit: Vermeidung einer Schwangerschaft wird empfohlen. Bei ungeplanter Schwangerschaft Überwachung der vorgeburtlichen Entwicklung. Neugeborenes auf extrapyramidale Symptome beobachten! Stillen bei Monotherapie akzeptabel.
Übliche Dosierung: 0,5 bis 20 mg täglich. Unter ärztlicher Überwachung (Klinik) auch höhere Dosen.
Wechselwirkungen: Coffein schwächt die Wirkung ab. Wechselwirkungen mit einigen Psychopharmaka und weiteren Wirkstoffgruppen. Apotheker fragen!
Regelmäßig überwachen: Blutbild, EEG, EKG, Leberfunktion.
Abhängigkeitsrisiko: nein.
Absetzen: abrupte Dosisänderungen vermeiden, schrittweise reduzieren.
Wichtig: Auch als Depotinjektion (alle 4 Wochen) anwendbar. Erfordert bei den meisten Patienten, auch in niedriger Dosierung, eine anticholinerge Zusatzmedikation (Biperiden, Markenname: Akineton). Diese beeinträchtigt bei Langzeitanwendung die kognitive Leistungsfähigkeit.
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