Wirkstoff: Fluspirilen
Markenname/n: Imap
Wirkstoffklasse: hochpotentes Antipsychotikum
Angestrebte Wirkung: starke antipsychotische Wirkung bei schizophrenen und maniformen Symptomen.
Bedeutsamste unerwünschte Wirkung/en: Extrapyramidale Nebenwirkungen. Müdigkeit. Reaktionsvermögen herabgesetzt!
Sexualität, Fruchtbarkeit, Verhütung: Erhöht den Prolaktinspiegel. Sexuelle Störungen, verminderte Fruchtbarkeit, Amenorrhoe, Milchfluss.
Schwangerschaft, Stillzeit: Vermeidung einer Schwangerschaft wird empfohlen. Bei ungeplanter Schwangerschaft Überwachung der vorgeburtlichen Entwicklung. Umstellung auf ein sichereres Antipsychotikum.
Übliche Dosierung: Nur als wöchentliche Depotinjektion anzuwenden. 1 ml = 2 mg.
Wechselwirkungen: Coffein schwächt die Wirkung ab. Wechselwirkungen mit einigen Psychopharmaka und weiteren Wirkstoffgruppen. Apotheker fragen!
Regelmäßig überwachen: Blutbild, EEG, EKG, Leberfunktion.
Abhängigkeitsrisiko: nein.
Absetzen: abrupte Dosisänderungen vermeiden, schrittweise reduzieren.
Wichtig: Erfordert bei vielen Patienten, auch in niedriger Dosierung, eine anticholinerge Zusatzmedikation (Biperiden, Markenname: Akineton). Diese beeinträchtigt bei Langzeitanwendung die kognitive Leistungsfähigkeit. Als Mittel gegen Angst-/Unruhezustände („Aufbauspritze“), meistens dosiert mit 1,5 ml/Woche, ist dieses Medikament heute nicht mehr zu vertreten. Das Risiko von neurologischen Langzeitschäden überwiegt den subjektiven Nutzen.
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